Wer kann Vereinsarbeit leisten und für welche Tätigkeiten?

Kontingent

Die neue Regelung gilt sowohl für den soziokulturellen als auch für den Sportsektor.

Während der frühere Artikel 17 ursprünglich ein Arbeitszeitkontingent von 25 Tagen/Jahr vorsah, wird dieses Kontingent jetzt in Stunden bemessen:

  • Für alle Tätigkeiten, die in Artikel 17 aufgelistet werden: 300 Stunden/Jahr, mit einer Obergrenze von 100 Stunden pro Quartal.
    Dies gilt nicht für das 3. Quartal, in dem die zulässige Obergrenze 190 Stunden beträgt.
  • Für den Sportsektor: 450 Stunden/Jahr, mit einer Obergrenze von 150 Stunden pro Quartal.
    Dies gilt nicht für das 3. Quartal, in dem die zulässige Obergrenze 285 Stunden beträgt.

Tätigkeiten, die unter eine der beiden Kontingente fallen, können kombiniert werden. In diesem Fall liegt die Obergrenze für alle Tätigkeiten zusammen bei 450 Stunden/Jahr.

Für Studenten liegt die Obergrenze jedoch bei 190 Stunden/Jahr.

Das Kontingent von 25 Tagen pro Jahr gilt nur noch für Personen, die für den VRT, RTBF oder den BRF arbeiten.

Wird eine der beiden Obergrenzen überschritten, so werden alle Arbeitsstunden, die für den Arbeitgeber geleistet wurden, bei dem das Kontingent überschritten wird, neu bewertet und als normale Arbeitsleistungen eingestuft. Auf die entsprechende Vergütung müssen in diesem Fall Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden.

Liste der zulässigen Tätigkeiten

Folgende Arbeitgeber und Tätigkeiten fallen unter die neue Regelung:

  • der Staat, die Gemeinschaften, die Regionen, die beim Landesamt für soziale Sicherheit angeschlossenen provinzialen und kommunalen Dienststellen für Personen, deren Beschäftigungsverhältnis folgende Arbeitsleistungen vorsieht:
    • verantwortlicher Leiter, Betreuer, Hausmeister, Jugendgruppenleiter oder stellvertretender Jugendgruppenleiter für Feriensportfreizeiten während der Schulferien oder an ganz oder teilweise unterrichtsfreien Tagen,
    • Animateur für soziokulturelle und sportliche Aktivitäten an ganz oder teilweise unterrichtsfreien Tagen,
    • in Form von Einführungen, Präsentationen oder Vorträgen, die nach 16.30 Uhr oder an ganz oder teilweise unterrichtsfreien Tagen stattfinden;
  • der VRT, RTBF und der BRF sowie Personen, die ihrem Stellenplan angehören und gleichzeitig als Künstler beschäftigt werden (für diese Personen gilt weiterhin das Kontingent von 25 Tagen/Jahr);
  • der Staat, die Gemeinschaften, die Regionen, die Provinz- und Kommunalverwaltungen sowie Arbeitgeber, die als Vereine ohne Gewinnerzielungsabsicht oder Gesellschaften mit sozialer Zielsetzung verfasst sind und deren Satzung vorsieht, dass die Gesellschafter keinen Vermögensvorteil anstreben, und die Ferienlager, Spielplätze oder Sportfreizeiten ausrichten sowie die Personen, die von ihnen ausschließlich während der Schulferien als verantwortlicher Leiter, Hausmeister, Betreuer oder Aufsichtsperson beschäftigt werden;
  • die von den zuständigen Behörden anerkannten Organisationen oder Organisationen, die einem anerkannten Dachverband angeschlossen sind und deren Aufgabe es ist, soziokulturelle Bildung und/oder frühe Sportförderung und/oder sportliche Aktivitäten anzubieten, sowie die Personen, die außerhalb ihrer Arbeits- oder Unterrichtszeit oder während der Schulferien von diesen Organisationen als Betreuer, Leiter, Aufsichtspersonen, Organisatoren, Trainer, Sportlehrer, Sportcoachs, Jugendsportkoordinatoren, Platzwarte, Ausbilder, Coach, Prozessbegleiter beschäftigt werden;
  • die von den zuständigen Behörden anerkannten Organisationen des Amateurkunstsektors oder Organisationen, die einem anerkannten Dachverband angeschlossen sind und die Personen als künstlerische oder (kunst-)technische Betreuer und Lehrer, Ausbilder und Prozessbegleiter beschäftigen, soweit es sich bei ihrer Arbeit nicht um künstlerische Leistungen handelt, die bereits von der pauschalen Kostenvergütung abgedeckt sind oder dafür in Betracht kommen;
  • die Träger von Schulen, die von einer Gemeinschaft subventioniert werden, und die Personen, die sie als Animateure für soziokulturelle und sportliche Aktivitäten an ganz oder teilweise unterrichtsfreien Tagen beschäftigen;
  • die Ausrichter von Sportveranstaltungen und Personen, die von solchen Ausrichtern ausschließlich am Tag der Veranstaltung beschäftigt werden, mit Ausnahme von bezahlten Sportlern;
  • die Organisatoren soziokultureller Veranstaltungen und die von ihnen beschäftigten Personen für eine Höchstdauer von 32 Stunden, die je nach Bedarf auf den Tag der Veranstaltung sowie auf die drei vor oder nach der Veranstaltung liegenden Tage verteilt werden können, mit Ausnahme der künstlerischen Leistungen, die bereits von der pauschalen Kostenvergütung abgedeckt sind oder dafür in Betracht kommen.

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